Langes Wochenende Koh Chang

Langes Wochenende Koh Chang

Freitag – Samstag – Sonntag = frei. Das nehmen wir immer gern zur Gelegenheit, raus aus Bangkok und „Hallo“ Beach. Diesmal sind wir nach Koh Chang, nachdem wir vor 2 Jahren dort schon einmal waren, allerdings in so einer Art Backpacker Resort. Diesmal haben wir ein 5 Sterne Hotel „Aiyapura Resort & Spa“ zum Top Künstlerpreis gebucht. Aufgrund der Unruhen in Bangkok, blieben die Touristen aus, und dieses Hotel hatte Angebote ausgerufen, die Nacht anstatt für 8,000 Baht, zum Spitzenpreis von 2,300 Baht. Das nahmen wir natürlich gerne an 🙂

Laut Karte sollten es nur 315 km sein, was ja dann nach Adam Riese auch in 3.5 Stunden inkl. Pinkelpause locker zu schaffen wäre. Tja, wir brauchten aber 5 Stunden bis zur Fähre, da die Strecke nur so mit Ampeln versehen war. Und wir wissen ja alle, was das in Thailand bedeutet……. warten…..

Als wir dann endlich an dem Fährhafen ankamen, passten wir erst auf die 3.Fähre drauf. Das zog so 2 Stunden mit sich. Aber denkt jetzt ja nicht, das wir dann auch mit der 3.Fähre super nach Koh Chang übergesetzt hätten. NEIN….. Wir standen dann erst mal schön schaukelnd auf der Fähre in einem heftigen Unwetter. Die Fähre konnte nicht ablegen, wegen dem Sturm und somit sassen wir erst mal auf der Fähre fest mit 40 anderen Autos….

Nach insgesamt 8 Stunden kamen wir dann endlich auf Koh Chang an. Für die gleiche Zeit hätten wir auch zum Jürgen fahren können, aber nun gut, das wusste man ja nicht vorher. Voller Vorfreude machten wir uns dann auf den Weg zum 5 Sterne Resort & Spa Hotel Aiyapura. Dort angekommen, wurden wir freundlich empfangen mit eine Art Sektempfang, kühlendes Erfrischungstuch und Blumenkranz. Ganz einem 5 Sterne Hotel angemessen. Auf einem Clubwagen (sagen wir mal es war so eine Art Golfwagen) wurden wir dann zum Zimmer gefahren. Der erste Eindruck war enttäuschend, denn für ein 5 Sterne Hotel sollten die Zimmer schon luxuriös sein. Dieses Zimmer jedoch hatte auch ein 2-3 Sterne Hotel sein können. Der Wohnraum war schön groß, aber das Bad glich einer Katastrophe. Zwar war dieses auch groß, aber an Sauberkeit mangelte es hier doch arg. Auch der Blick auf‘s Meer konnte uns dies nicht wirklich verschönern. Wenn man jetzt noch bedenkt, das diese Zimmer normalerweise 8,000 Baht die Nacht kosten, versteht man das erst recht nicht mehr. Also wieder ab zur Rezeption und freundlich mitgeteilt, das wir gerne ein anderes Zimmer hätten, was sauber ist. Daraufhin wurden wir zu einem Deluxe Bungalow gefahren, welches ok war, aber auch bei weitem keinen 5 Sterne Standard aufweist. Wohl gemerkt regnete es immer noch, und auf dem Clubwagen war es auch nicht wirklich trocken :-(. von einem Bungalow zum nächsten, Koffer wieder aus dem ersten Zimmer holen und dann endlich in einem ein zu checken. Die gebrachte Schokolade und der gratis Früchtebrot waren zwar ganz nett, aber unsere Enttäuschung war doch zu groß um das mit gratis Geschenken wieder wett zu machen. Den Deluxe Bungalow haben wir zwar dann zum gleichen Preis wie das Superior Zimmer erhalten, aber wenn man bedenkt das die normalerweise 11,000 Baht die Nacht kostet, kann man gar nicht glauben das Leute das bezahlen. Die Anlage ist als solches wunderschön gelegen in einer privaten Bucht, nur traurig mit den Zimmern, welche die Anlage leider vom Standart her runterzieht.

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Den Abend sind wir dann aus der Anlage rausgefahren um richtig lecker zu essen. Das Lokal „Monkeys“ was wir durch Zufall ansteuerten, entwickelte sich als wahrer Glücksgriff. (wenigstens hier hatten wir mal keinen Griff ins Klo) Der Regen hörte dann auch endlich auf und der Abend verkündete, das der nächste Tag ein schöner Tag werden sollte.

Obwohl es die Nacht durchgeregnet hatte mit einigen Gewittern, war davon am nächsten morgen nix mehr zu sehen. Frisch gestärkt vom ausreichenden Frühstücksbuffet, verbrachten wir den Tag am Pool.

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Den Abend begannen wir mit einer halben Inselrundfahrt, welche wir aufgrund eines erneuten Wolkenbruchs dann abbrachen. Da uns auch der Hunger quälte sind wir dann wieder zum Lokal des Vorabends gefahren = „Monkeys“, und wurden nicht enttäuscht. Das Essen dort ist einfach nur lecker und reichlich. Leider gibt es auf Koh Chang kein Department Store und auch sonst birgt die Insel nicht wirklich ein Shopping Highlight. Daher verbrachten wir den Abend gemütlich mit Schokolade und Bier auf dem Zimmer, und stellten im Spiegel fest, das wir doch mal wieder etwas zu viel rote Farbe im Gesicht abbekommen haben, obwohl wir uns eingecremt hatten…

Am nächsten Tag war bereits Abreise, und da wir nicht wieder so lange auf die Fähre warten wollten, fuhren wir bereits um 11 Uhr von der Hotelanlage weg. Beim aus-checken allerdings meinte man schon, das es einen Stau an der Fähre gebe. Tja, nur das der Stau bestimmt 5 Kilometer lang war, haben wir so nicht gedacht. Nun war die Hotelanlage (Glück im Unglück) recht nah zum Fährhafen. Hätten wir nun in White Sand Beach gewohnt, hätten wir vermutlich fast am Ende der Schlange gestanden.

Fast eine Stunde standen wir brav mit in der Schlange und dann hatte Thorsten die Schnauze voll und ist einfach links an der Schlange vorbei gefahren. Unten am Fährhafen angekommen, hat er sich dann einfach kackendreist dazwischen gemogelt und ich habe nett auf Thai die dortigen Polizisten, welche den Verkehr regelten, gefragt wie lange es denn noch dauert und wurden sogar noch netterweise auf einen anderen Warteplatz umgelegt, welcher schneller dran sein sollte…. tja, Thai sprechen hat sich hier mal wieder bewahrheitet 😉

Wir gaben dann noch unsere ganzen kalten Getränke an die Polizisten ab und waren nach einer weiteren Stunde endlich auf der Fähre. Hätten wir die Aktion mit dem Vormogeln nicht gemacht, würden wir wahrscheinlich immer noch dort stehen…..

Fazit: Koh Chang muss so schnell nicht wieder sein.